28.10.2009 - 19:26 Uhr
Die erste UMTS-Flatrate ohne Volumengrenze
Die deutschen Netzbetreiber im Bereich UMTS bieten allesamt eine so genannte UMTS bzw. HSDPA Flat an. Im Sprachgebrauch versteht man und dem Begriff „Flatrate“ eine Leistung die nur einmalig bezahlt werden muss und dann im vollen Umfange genutzt werden kann. Dies gilt geht jedoch meist nicht für den mobilen Internetbereich in Deutschland.
Denn hier wird oft ab einem Transfervolumen von 5 GB / Monat die Leistung einer HSDPA Flat empfindlich gedrosselt. Die Netzbetreiber reduzieren den Datendurchsatz dann auf 56Kbit/s. Erst ab dem nächsten Monat bzw. Abrechnungsperiode kann wieder mit der vollen Leistung gerechnet werden. Das diese „Leistungsverweigerung“ den ehemals schnellen UMTS-Anschluss zu einem nicht nutzbaren Internetanschluss degradiert dürfte jeden klar sein. Fairerweise sei gesagt, dass man mit UMTS selten diese Hürde nehmen kann. Hier bedarf es dann schon einer schnelleren Anbindung. Hier wird von allen Netzbetreibern bereits das HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) für den schnell Download bzw. für den Upload das HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) angeboten. Schnell heißt hier, dass man aktuell sogar in den Bereichen von DSL kommt. Vodafone und T-Mobile bieten einen Speed von maximal 14.4Mbit/s an. Das wäre vergleichbar mit einer DSL 10000 Leitung. Also mehr, als die meisten Nutzer kabelgebunden vorweisen können. Bereits der erste Netzbetreiber hat den Mut und bieten nun HSDPA / UMTS als vollwertige Flatrate an. Das heißt, dass hier nicht nach 5 GB gedrosselt wird. Es handelt es sich um den österreichischen Anbieter 3.at. Hier kann man die UMTS Flatrate zum Preis von ca. 25 Euro pro Monat ohne Volumenbegrenzung erhalten. Wer kein Modem oder andere Hardware benötigt, erhält 20% Rabatt auf diesen Preis, wenn er gleichzeitig einen 2 Jahresvertrag abschließt. Somit wäre der monatliche Betrag bei 20 Euro. Wer sich nicht so lange binden möchte, der kann dieses Angebot auch ohne Vertragslaufzeit buchen.
Fazit:
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch schweizer oder deutsche Netzbetreiber einen vollwertigen UMTS bzw. HSDPA-Flat-Tarif anbieten werden. Spätestens dann ist davon auszugehen, dass die kabelgebundene Technik wie DSL immer mehr Absatzprobleme bekommen wird, denn auch der Preis der mobilen Internetanbindung liegt in dem üblichen DSL-Bereich. Somit gibt es nur noch wenig Argumente für den klassischen Anschluss. Lediglich die hohe Latenzzeit von UMTS bzw. HSDPA ist für VPN oder Online Games nicht zu gebrauchen. Hier liegt man bei über 100ms. Dieses Problem hat sich mit der neuen LTE Mobile Technik auch erledigt. Denn mit dem System werden wieder ausgesprochen gute Werte erzielt (ca. 20ms). Auch im Bereich Surfspeed kann hier DSL der neuen Technik nichts mehr entgegensetzen. Es sollen Geschwindigkeiten von über 100 Mbit/s erreicht werden.
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