14.05.2007 - 13:10 Uhr

Auto-Klimaanlagen dürfen nicht länger das Klima killen

Berlin(ots)-DeutscheUmwelthilfefordertAutoherstellerauf,beiPkw-KlimaanlagenaufdasumweltschonendeKältemittelKohlendioxidumzusteigen-JährlicheKlimabelastungderzeiteingesetzterfluorhaltigerKühlmittelR134aentsprichtalleininDeutschland2,6MillionenTonnenCO2-DUHfordertEinbeziehungderKlimaanlagenindieAngabenzuKraftstoffverbrauchundbegrüßtklaresBekenntnisdesUmweltbundesamteszuumweltfreundlichenAutoklimaanlagen

11.Mai2007:WährendderBrüsselerUmweltkommissarStavrosDimasdieeuropäischenAutoherstellerzwingenmöchte,wenigerklimaschädlichePkwsherzustellen,drohtneuesUngemach:FürdasJahr2011wurdedasEndedesKlimakiller-KühlmittelsR134ainAutoklimaanlagenvereinbart.NunforderndieAutobauer"mehrZeit"undwollengleichzeitignochindiesemSommereinegemeinsameStrategieverabreden,welchesKühlmittelinZukunftzumEinsatzkommensoll.DaraufhatdieDeutscheUmwelthilfee.V.(DUH)hingewiesenundgleichzeitigdiedeutschenHerstelleraufgefordert,soraschwiemöglichaufKlimaanlagenmitdemKältemittelR744(Kohlendioxid-CO2)umzusteigen.DieCO2-TechnologieistnachjahrelangerEntwicklungsarbeitvoralleminDeutschlandserienreifundnachÜberzeugungderDUHunterUmwelt-,Klimaschutz-undGesundheitsaspektenanderen,imIn-undAuslanddiskutiertenKonzeptenweitüberlegen.

"WirstehenvoreinerweltweitenWeichenstellungmiterheblichenRückwirkungenaufdiekünftigeTreibhausgasbelastungdurchMillionenPkw-Klimaanlagen.AutoklimaanlagendürfennichtlängerdasKlimakillen",sagteDUH-BundesgeschäftsführerJürgenReschundbegrüßteausdrücklichdasklareBekenntnisdesUmweltbundesamts(UBA)zuderklimafreundlichenAlternativeaufBasisdesKältemittelsKohlendioxid.

DiebishereingesetztenAutoklimaanlagenenthaltendasklimaschädlicheKältemittelmitderBezeichnungR134a(chemisch:Tetrafluorethan-einfluorhaltigerKohlenwasserstoff).EsheiztdieAtmosphäre1.300MalstärkeraufalsCO2.SoerhöhtalleindielaufendeFreisetzungvonR134aauseinemPkwmitmittlererFahrleistungseineTreibhausgasemissionenumumgerechnet7GrammCO2progefahrenenKilometer.NachBerechnungendesUmweltbundesamtssummiertesichdieTreibhausgasfreisetzungausPkw-KlimaanlageninDeutschlandimJahr2005aufinsgesamt2,6MillionenTonnenCO2-Äquivalente.ZumVergleich:dasgesamteGebäudesanierungsprogrammderBundesregierungerbrachteimvergangenenJahreineCO2-Einsparungvon0,9MillionenTonnen.

HintergrundderbevorstehendenRichtungsentscheidungderAutoindustrieübereinenTechnologiewechselbeidenKlimaanlagenneuerPkw-TypenisteineEU-Richtlinie,dieab1.Januar2011greift.DanachdürfenabdiesemZeitpunkteingesetzteKältemitteldieAtmosphäre"nurnoch"150malstärkeraufheizenalsCO2.EineReihegroßer,teilsweltweitagierenderChemieunternehmenarbeitetdeshalbintensivanAlternativenzumderzeiteingesetztenKältemittelR134a.Gemeinsamistihnen,dasssieweiterausStoffgemischenmitorganischenFluorverbindungenbestehenunddenneuenSchwellenwertbeiderTreibhauswirksamkeitunterschreitensollen.AllerdingsistihreEntwicklungnochnichtabgeschlossen.UntersuchungenzuihrerGiftigkeitbefindensicherstinderAnfangsphase,übermöglicheUmweltbelastungenistwenigbekannt.

"CO2alsKältemittelhateinenentscheidendenVorteil:MitmodernenKlimaanlagenlässtsichnachInformationenderDUHeinKraftstoff-Minderverbrauchvonbiszu11ProzentgegenüberdembisherigenKlimakiller-KühlmittelR134aerzielen.AllebisherbekanntenanderenAlternativenführenhingegenzuMehrverbräuchengegenüberR134avonbiszuachtProzent",soResch."WirforderneineschnelleÄnderungderVorschriftenzurErmittlungderKraftstoffverbräuchebeieingeschalteterKlimaanlage.Dieswürdemithelfen,diederzeitigeklimaschädlicheundineffizienteAutokühltechnikschnellzuersetzen."

DagegenstehenKlimaanlagenaufCO2-BasisbereitsmarktreifzurVerfügungundwurdenzueinemgroßenTeilinDeutschlandentwickelt.CO2istindernötigenQualitätweltweitverfügbar,erheblichwenigerklimaschädlichundansonsteninnormalenKonzentrationeninderUmweltvollkommenunproblematisch.SomussesauchbeiderVerschrottungderAutosnichtgesondertentsorgtwerden.UBA-PräsidentAndreasTrogehatkürzlichdaraufhingewiesen,dassdieKlimawirkungenvonAutosmitkeineranderenTechniksokostengünstiggemindertwerdenkönntenwiemitdemEinbauvonKlimaanlagenmitdemKältemittelCO2.

Resch:"IchratederAutomobilindustrieeindringlich,dieEntscheidungüberdiekünftigeTechnik,dieinDeutschlandbiszurSerienreifegeführtwurde,nichtkünstlichhinauszuzögern.DieDUHfordertdenUmstiegaufklimafreundlicheKlimaanlagenschonseitJahren.WeiteresZuwartenergibtkeinenSinn."DerDUH-GeschäftsführerließauchdasArgumentmöglicherweisegeringererKostenfürKlimaanlagenaufBasisfluorierterKohlenwasserstoffnichtgelten.DieKostenersparnissei,wennsieüberhaupteintrete,allenfallsgering.Vorallemaberseiderzeit"garnichtabsehbar,obdieTechnologiezumJahresbeginn2011überhauptschonzurVerfügungsteht."DieDUHwerdeindenkommendenMonatendenEntscheidungsprozessinderdeutschenundeuropäischenAutomobilindustriegenaubeobachtenundentsprechendbegleiten.DieHerstellerseieninderderzeitigenKlimadebattenichtineinerSituation,indersieaufnaheliegendeKlimaschutzmaßnahmenohneweiterenImageschadenverzichtenkönnten.

Originaltext:DeutscheUmwelthilfee.V.

Pressekontakt:FürRückfragen:JürgenResch,Bundesgeschäftsführer,HackescherMarkt4,10178BerlinMobil.:01713649170,Fax:030258986-19,E-Mail:resch@duh.de

EvaLauer,ProjektleiterinKühltechnikimVerkehr,HackescherMarkt4,10178Berlin,Tel.:030258986-13,E-Maillauer@duh.de

Dr.GerdRosenkranz,LeiterPolitik,HackescherMarkt4,10178Berlin;Tel.:030258986-0,Fax:030258986-19,Tel.Mobil:01715660577,E-Mail:rosenkranz@duh.de

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