25.04.2007 - 18:48 Uhr
Zustimmung und Kritik für "Islamisches Wort" im SWR
Stuttgart (ots) - Das erste "Islamische Wort", das der Südwestrundfunk (SWR) am vergangenen Freitag im Internet veröffentlichte, hat eine Fülle von Reaktionen ausgelöst. Neben kritischen Zuschriften erhielt der Sender viel Zustimmung, unter anderem von Muslimen, vor allem aber auch von Nicht-Muslimen.
In den Zuschriften heißt es unter anderem: "Ich halte das für einen wichtigen Schritt für die Verständigung der Religionen", "Ich bin kein Muslim, aber eine solche Sendung war überfällig", "Vielen Dank für diese neue Art des Dialogs". Die kritischen Stimmen werfen dem SWR unter anderem vor, er lasse im "Islamischen Wort" Muslime zu Wort kommen, während in islamisch geprägten Ländern Christen verfolgt würden.
SWR cont.ra-Chefin Dagmar Schmidt bestätigt das große Interesse am "Islamischen Wort" auf den Internetseiten des Programms. "Unser neues Angebot ist sehr gut angekommen, das 'Islamische Wort' wurde in den vergangenen Tagen mehr als 10.000 Mal angeklickt."
Autor des ersten "Islamischen Worts", das seit dem 20. April über die Internetseite des SWR-Wortprogramms cont.ra (www.swrcontra.de) zu erreichen ist, ist der muslimische Publizist Aiman Mazyek, Generalsekretär des Zentralrats der Muslime. Er spricht über Gnade und Barmherzigkeit. Das "Islamische Wort" wird zukünftig an jedem ersten Freitag des Monats veröffentlicht. Es ist als Audio-Datei anzuhören und kann als Manuskript sowie als Podcast heruntergeladen werden. Am 4. Mai wird der Islamwissenschaftler Bekir Alboga im zweiten "Islamischen Wort" über den Dialog zwischen den Menschen, Religionen und Kulturen reden.
Der SWR wird für das "Islamische Wort" ein vierköpfiges Autoren-Team bilden - neben Aiman Mazyek und Bekir Alboga werden derzeit noch zwei muslimische Frauen als Autorinnen gesucht. Laut Johannes Weiß, Leiter der SWR-Fachredaktion "Religion, Kirche und Gesellschaft", sind derzeit elf Kandidatinnen im Gespräch. Die Entscheidung, welche beiden muslimischen Autorinnen am "Islamischen Wort" beteiligt sein werden, falle in den nächsten Tagen.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Valentin Nann, Telefon 0711/929-1103.
Originaltext:SWR - Südwestrundfunk