12.02.2007 - 12:59 Uhr
Hochschulrektoren wollen Exoten an den Universitäten retten
Berlin (ots) - Im Jahr der Geisteswissenschaften macht sich die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) für die Kleinen Fächer stark. Die Rektoren fordern einen eigenen Elitewettbewerb für die von Sparmaßnahmen an den Hochschulen bedrohten Disziplinen.
Die "Förderinitiative für Kleine Fächer" solle "national finanziert" werden, heißt es in einer Beschlussvorlage der HRK, die dem Tagesspiegel (Montagsausgabe) vorliegt. Die Empfehlung "Die Zukunft der Kleinen Fächer" wollen die Rektoren am kommenden Dienstag beschließen und am Mittwoch veröffentlichen. Kleine Fächer wie die Indogermanistik oder die Sinologie in den Geisteswissenschaften und die Klimatologie in den Naturwissenschaften zeichneten sich unter anderem dadurch aus, dass sie "nur an wenigen Hochschulstandorten" vertreten sind und über "sehr begrenzte Personal- und Sachressourcen" verfügen. Die HRK will eine Servicestelle einrichten, die eine Landkarte der an den Hochschulen noch bestehenden Kleinen Fächer erstellt und ihre Fortführung bundesweit koordiniert. Weitere Vorschläge der HRK betreffen fächer- und hochschulübergreifende Bachelorstudiengänge, eine Fremdsprachausbildung vor Studienbeginn und spezielle Ziel- und Leistungsvereinbarungen, die die Hochschulen mit den Kleinen Fächern treffen sollten.
Originaltext:Der Tagesspiegel
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