22.10.2006 - 15:44 Uhr

Keine Einigung: Das deutsche Lotto ist weiter in Gefahr

Bad Pyrmont (ots) - Das deutsche Lotto ist nach der Ministerpräsidentenkonferenz weiter in Gefahr. "Offensichtlich waren sich die Ministerpräsidenten in vielen Details nicht einig", sagte Norman Faber, Präsident des Verbandes der Lotterieeinnehmer und Spielvermittler am Freitag. "Immerhin haben wir jetzt weiter die Chance, das größte Unheil bei Lotto und Lotterien noch zu verhindern.

" Faber begrüßt, dass die Ministerpräsidenten anscheinend endlich zur Einsicht gekommen sind, dass vom Lottospiel und den Lotterien keine echte Suchtgefahr ausgeht. "Wir erwarten jetzt, dass konsequenterweise auch ab 2008 die Lotterieeinnehmer und gewerblichen Spielvermittler auf Basis des neuen Staatsvertrages weiterhin arbeiten und werben dürfen. Wenn im Internet regelrechte Casinos erlaubt, private Lottovermittler aber ausgebremst werden, dann ist das absurd." Ein Glücksspielstaatsvertrag mit den auf der heutigen Pressekonferenz von Herrn Wulff angekündigten Ausnahmeregelungen sei inkonsequentes Stückwerk und würde zigtausende kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland gefährden.

Nach einer aktuellen Studie des ifo-Instituts drohen den Ländern bei Verdrängung der Lotterieeinnehmer und gewerblichen Spielvermittler Einnahmeverluste von bis zu 1 Milliarde Euro pro Jahr. Hunderte von Millionen werden für Sportvereine, Wohlfahrt und Kultur fehlen. 35.000 Arbeitsplätze im Lotto- und Lotteriewesen sind in Gefahr. "Bis zur Ministerpräsentenkonferenz am 13. Dezember muss eine Lösung gefunden werden, die weder Bundesländern und der Wirtschaft noch Wohlfahrt und Breitensport schadet," so Norman Faber. "Das sollte leicht sein: Es gibt keinen vernünftigen Grund, den heute geltenden Lotteriestaatsvertrag überhaupt zu ändern."

Originaltext:Verband d. Lotterienehmer u. Spielverm.

Pressekontakt: Jens Lange, Tel.: (0 30)2 85 35-465, Mobil: 0176 20952981, E-mail: jens.lange@s-f.com

Kommentare

Keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden