04.03.2006 - 12:30 Uhr
Autobahnkirchen registrieren steigende Besucherzahlen
Leipzig (ots) - Die Autobahnkirchen in der Bundesrepublik erfreuen sich steigender Besucherzahlen. Nach einer Umfrage der "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe) wurden in den derzeit 30 zugelassenen Gotteshäusern entlang der deutschen Autobahnen 2005 insgesamt 985 032 Besucher gezählt.
Die Angaben der Gemeinden basierten dabei auf Gästezählungen und Hochrechungen auf Grund der Einträge in den ausliegenden Anliegenbüchern sowie der Menge der verbrauchten Kerzen.
"Das Interesse an den Autobahnkirchen ist in den vorigen Jahren deutlich gestiegen", sagte Birgit Krause von der Bruderhilfe-Akademie in Kassel, die die Arbeit der Autobahnkirchen koordiniert und über Neuzulassungen von Gotteshäusern entscheidet. Vergleichszahlen von früheren Jahren nannte die Bruderhilfe jedoch nicht.
Autobahnkirchbesucher würden dabei zunehmend auch das Gespräch mit den Pfarrern suchen, bestätigte Heike Hiess, Pfarrerin der vielbesuchten Autobahnkirche Wiesbaden-Medenbach an der A 3. Viele würden sich vorher per Handy oder E-Mail anmelden. Die Besucher unterscheiden sich kaum von Gemeindemitgliedern, "man kommt nur anders mit ihnen in Kontakt," so Hiess. In den Gesprächen gehe es auch um das Reisen, aber nicht nur. "Oft sind es die ganz alltäglichen Anliegen."
Dieses Jahr wollen zwei weitere Gotteshäuser in Sachsen-Anhalt und Sachsen den Status der Autobahnkirche bekommen. So haben Rothenschirmbach bei Eisleben an der A 38 sowie die Rehbacher Kirche, ebenfalls an der A 38 im Leipziger Süden, Interesse signalisiert. Rehbach wäre nach Wilsdruff und Uhyst am Taucher (jeweils an der A 4) bereits die dritte Autobahnkirche in Sachsen.
Mit der künftigen Ausdehnung und weiteren Arbeit der Gotteshäuser wird sich auch die Bundeskonferenz der Autobahnpfarrer beschäftigen, die am 7. und 8. März im nordrhein-westfälischen Vlotho-Exter tagt.
Originaltext:Leipziger Volkszeitung