07.02.2006 - 22:22 Uhr
Bundesbürger sehen in der Wohnungsprivatisierung Chancen für Altersvorsorge
Neustadt (ots) - Trotz der Unsicherheit, welche die hohen Investitionen angelsächsischer Finanzinvestoren im deutschen Wohnimmobilienmarkt ausgelöst haben, sehen viele Mieter Chancen in der Wohnungsprivatisierung. Dies unterstreicht eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact, die im Auftrag der Wohnungsgesellschaft Mondura Liegenschaften AG durchgeführt wurde.
Demnach sieht eine große Mehrheit der Bundesbürger (77 %) die Immobilie nach wie vor als zukunftssichere Anlage und steht der Privatisierung von Wohnraum daher eher positiv gegenüber: So würde jeder dritte Mieter in den kommenden Jahren gern eine Wohnimmobilie kaufen, wenn sich ein passendes Objekt fände. Dass dies eine lohnende Entscheidung ist, bestätigt die Gruppe der Befragten, die in der Vergangenheit Wohnraum erworben hat.
In Zahlen ausgedrückt: 84 % der Käufer von Wohnimmobilien haben laut der Umfrage keinerlei Zweifel daran, dass ihre Entscheidung zum Erwerb der eigenen vier Wände richtig war und würden wieder kaufen - eine eindrucksvolle Rückbestätigung der Kaufentscheidung. Auch bei den Mietern ist die Einstellung grundsätzlich positiv: Rund 35 % der Mieter würden eine Wohnung kaufen, wenn sie ein passendes Objekt fänden, bei dem Preis und Lage stimmen. Über 30 % können sich dabei vorstellen, die derzeitige Mietwohnung zu erwerben.
"Auch wir machen die Erfahrung, dass die Kaufbereitschaft der Mieter äußerst hoch ist", so Oliver C. Smits, Vorstandsmitglied der Mondura AG. "Rund 40 % unserer Mieter entschließen sich zum Kauf ihrer Mietwohnung." Das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Neustadt ist seit über zehn Jahren in der Wohnungsprivatisierung tätig. Mieter erhalten auf ihre Wohnung ein Vorkaufsrecht sowie Sonderkonditionen. "In der Wohnungsprivatisierung, wie sie zurzeit in Deutschland stattfindet, steckt noch viel Potenzial, denn die Eigentümerquote ist mit 43 % im Vergleich zum europäischen Ausland gering," erklärt Smits. Dabei sieht er als mittelständischer Immobilienspezialist die Rolle der Großinvestoren durchaus positiv und weist den "Heuschrecken-Vorwurf" als einseitig zurück. "Indem Großinvestoren große Summen in die Hand nehmen, kommen Wohnungen überhaupt erst auf den Markt. Nur durch diese Initialzündung bietet sich für viele Mieter die Gelegenheit, Eigentümer zu werden und damit etwas für die Altersvorsorge zu tun."
Die Befragung erfolgte vom 17.01. bis 19.01. 2006 mit einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe von 1.032 Teilnehmern.